In Schweden unterwegs

Bericht von Nadja B. & Sven L. und Cathleen W. & Thomas P.

 

Die Vorbereitungen: Nach monatelangen Bemühungen und oftmals heftigen Rückschlägen haben wir es, natürlich nur mit Hilfe von vielen fleißigen Helfern (tausend Dank an dieser Stelle) doch geschafft, die bereits im Sommer 2002 spontan entstandene Idee, mit alten DDR-Mopeds durch Schweden zu fahren, zu realisieren.

 

Doch bis zum Start am 12.07.2003 war es ein langer, nervenaufreibender Weg: Nicht nur die Verunsicherung durch viele, viele pessimistische Meinungen über die Reise (speziell über unser Fortbewegungsmittel und das Wetter), sondern auch die vielen kleinen Rückschläge während der Vorbereitungen, die bereits Anfang April begannen, haben uns schon etwas zu schaffen gemacht. Hinzu kam, dass die beiden Frauen auch noch in die hohe Kunst des Mopedfahrens eingewiesen werden mussten. Der Vorteil: die Fahrerlaubnis für das Auto beinhaltet die Erlaubnis zum fahren eines Mopeds. Langsames Anfahren, Schalten, Bremsen und auch das technische Verständnis wurde alles nach und nach beigebracht. Natürlich standen auch Überlandfahrten, wie etwa nach Dresden, und Notbremsungen auf dem Lehrplan. Das eigene Talent der beiden Frauen darf natürlich auch nicht vergessen werden. Wenn auch das Fahren zu Beginn nicht ganz geklappt hat, so beherrschen jetzt letztendlich beide die ganze Palette des Mopedfahrens.

 

Die Mopeds: Ein Star (Bj. 1972) war bereits vollkommen funktionstüchtig im Eigentum von Thomas vorhanden. Leider ging die komplette Elektronik beim Anschweißen der linken Fußraste kaputt. In das bis dahin einzig richtig funktionierende Moped mussten daher ebenfalls viele, viele Stunden Arbeit gesteckt werden. Einen Habicht (Bj. 1972) und eine Schwalbe (Bj. 1984) bekamen wir im Tausch für ein paar alkoholische Getränke (2 Kästen Bier und 1 Flasche Wein). Diese beiden Mopeds sind letztes Jahr von der Hochwasserkatastrophe in Mitleidenschaft gezogen wurden und standen etwa bis zur Höhe von 1 m unter Wasser. Entgegen meiner Annahme entwickelte sich das „Wieder-in-Gang-setzen“ zu einem wochenfüllenden Programm. Es reichte nicht aus, den Vergaser und die Zündkerze zu reinigen. Neben der kompletten Elektronik mussten auch die beiden Motoren bis auf’s Letzte zerlegt und zum Teil neu gelagert werden.   Fortsetzung und Fotos folgen ...